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Mitglied im Monat im Halbjahr im Jahr
Erwachsene: 8,- € 48,- € 96,- €
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(Nachweis beifügen!)
5,- € 30,- € 60,- €
Jugendliche: 4,- € 24,- € 48,- €
Passiv: 5,- € 30,- € 60,- €
Familie:
(ab 3 Pers.)
16,50 € 99,- € 198,- €

 

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Verein mit Tradition

Der Zucht-, Reit- und Fahrverein Altenkirchen und Umgebung 1921 e.V. ist der älteste Reitverein in Rheinland-Pfalz!

HIER lesen Sie die Vereinsgeschichte...

 

Es war Pfingstmontag 1921 als acht reitbegeisterte Bauernjungen aus Mammelzen unter Führung von Friedrich Lichtenthäler einen Ausritt unternahmen. Ziel war die Kroppacher Schweiz. über Sörth ging es nach Stein-Wingert.

Nach einer kurzen Rast ging es weiter über Idelberg in Richtung Eichelhardt. An der jetzigen Bundesstraße Altenkirchen-Wissen oberhalb von Eichelhardt wurde nochmals abgesessen um Reiter und Pferd eine Verschnaufpause zu gönnen. Bei diesem "Halt" zog Hermann Schumacher eine Flasche aus der Tasche, um damit sein ewiges "Einknicken der linken Hüfte" während des Ritts zu entschuldigen. Damit der Reiter die restliche Strecke wieder im normalen Reitsitz fortsetzen konnte, machte bei den Reitern die Flasche die Runde. Angeregt durch diesen Umtrunk, beschloß man, solche Ritte zu wiederholen und zu festgesetzten Zeiten sich zum Reitunterricht zu treffen.

Es geschah dann auch auf dem Gelände der jetzigen Reithalle, daß man sich regelmäßig zum Reitunterricht traf.
Dieser lose Zusammenschluß kann als Gründung des jetzigen Zucht, Reit und Fahrverein gelten.

Den damaligen Vorsitz und gleichzeitig den Posten des Reitlehrers übernahm Friedrich Lichtenthäler, der später Ehrenreitlehrer des Vereins wurden.
Karl Krämer wurden als Kassierer verpflichtet. Beide bildeten damit den ersten "Vorstand" des Vereins.
Man besuchte hin und wieder Turniere. Richtig fing es aber erst an, als der Verkehrsverein Altenkirchen die Reiter unter seine Fittiche nahm.

Koblenz, Neuwied, Andernach und Montabaur sind einige Turnierorte, die damals besucht wurden. Die Anreise erfolgte nur selten mit der Bahn oder wie heute üblich mit dem Auto. In aller Regel ritt man zu den Turnieren begleitet von Zuschauern, die mit dem Fahrrad fuhren.

Auch Altenkirchen machte damals seine ersten Gehversuche als Turnierstadt.
Derartige Turniere wurden auf den Wiesen oberhalb der Siegener Straße ausgerichtet.
Aber auch bei öffentlichen Anlässen in Altenkirchen selbst wurde der junge Verein aktiv. So beteiligte sich eine Abteilung des Vereins bei dem Empfang des Generalfeldmarschalls Mackensen 1923 an der Parade.

Im Jahre 1933 wurde der Reitverein "gleichgeschaltet" und in "SA-Reitersturm" Altenkirchen umbenannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich zuerst wieder Reitbegeisterte in Heupelzen sowie auch in Altenkirchen, Weyerbusch und Flammersfeld.

Auf Initiative und Anregung des einstigen ersten Vorsitzenden, Friedrich Lichtenthäler, sowie einem Vertreter einer Tierversicherung, Heinz Trost, trafen sich im Sommer 1953 erstmals wieder Reitinteressenten im Gasthof Fuchs, am Beulskopf. Ziel des Treffens war insbesonders die Wiedergründung des Vereins.
Heinrich Kolb führte bei dieser Versammlung den Vorsitz.
Auf dieser Versammlung wurde sodann unter dem Namen "Zucht, Reit und Fahrverein Altenkirchen und Umgebung 1921 e. V." der jetzige Verein neu gegründet.
Erster Vorsitzender wurde damals Walter Hassel, aus Altenkirchen, sein Stellvertreter wurde Heinrich Kolb.
Der Verein wurde in 5 Reitabteilungen gegliedert.
Kurz nach der Neugründung fand dann im Spätsommer 1953 das erste Nachkriegsturnier auf dem alten Sportplatz in Altenkirchen statt. Es war ein großartiger Erfolg. Zu dieser Zeit verfügte der Verein noch über 70 Mitglieder, die im Besitz von Pferden waren. Ab diesem erfolgreichen Turnier wurde nunmehr jedes Jahr ein Reitturnier in Altenkirchen ausgerichtet.
Bei der Bevölkerung und auch bei den Reitern fanden die Turniere großen Anklang; Turniere im Weyerdamm zogen als sogenannte Reiterfest oft mehrere tausend Zuschauer!

Reiter und Zuschauer wurden von Jahr zu Jahr mehr. Auch die Mitgliederzahl stieg ständig.
Erfreulich war vor allem, daß viele Jugendliche auch und gerade die städtische Jugend großes Interesse am Reitsport zeigten. So entschloß sich der Verein 1959 ein eigenes Pferd zu kaufen, welches bei August Hähr in Leuzbach in Pension stand. Dieser Neuerwerb "Bento", wie er von den Jugendlichen getauft wurde, war für die Ausbildung (Volgitieren) von unschätzbarem Wert.
Die erste öffentliche Vorstellung der Volgitiergruppe, deren Ausbildung der Jugendleiter, Helmut Ramseger, übernommen hatte, konnte als wohl erste in RheinlandPfalz am 21. August 1960 beim Reitertag in Flammersfeld präsentiert werden. Großer Beifall war der Lohn für das "Lampenfieber" vor dem ersten öffentlichen Auftritt.
Inzwischen war der bisherige Erste Vorsitzende, Walter Hassel, nach Frankfurt verzogen, nachdem er beim Abschied zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt wurde. Für ein Jahr übernahm sodann Herr Lorenz Schmitz aus Lautzert die Vereinsführung, der 1961 durch Dr. med. Günter Pieritz aus Altenkirchen abgelöst wurde.

Unter der Leitung der neuen Vereinsführung fand im Juli 1961 dann das neunte Nachkriegsturnier, mit dem gleichzeitig das 40 jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde, statt. Wettermäßig war es das schlechteste Turnier bis dahin. Es regnete den ganzen Tag in Strömen, welches jedoch dem sportlichen Ehrgeiz nichts anhaben konnte.
Die Jugendabteilung im Verein entwickelte sich während dieser Zeit im umgekehrten Verhältnis zur Pferdehaltung.
Insbesondere die Jugendabteilung wuchs beständig, während die Pferde als Kameraden des Menschen immer rarer wurden. Diese Entwicklung bedeutete jedoch für den Reiterverein eine Steigerung seiner Bedeutung, welches sich auch ab Mai 1961 in den nunmehr gehaltenen allmonatlichen Vereinsversammlungen widerspiegelt. Diese Versammlungen dienten der Besprechung aktueller Vereinsfragen, insbesondere Fragen zur weiteren Ausbildung der Jugend.
Im Rahmen dieser diskutierten Jugendarbeit wurde dann auch beschlossen und festgehalten, die Jugendlichen des Vereins zur weiteren Ausbildung während der Wintermonate zu eigens angebotenen Hallenkursen zu den Nachbarvereinen Neuwied und Andernach zu schicken.
Diese Vereine verfügten nämlich über Reithallen, in denen auch Unterricht unabhängig vom Weter gehalten werden konnte. Dies war allerdings lediglich eine vorübergehende Lösung des Ausbildungsproblems für die Jugend. Daher wurde auch bald darauf in Altenkirchen der Wunsch immer lauter, ebenfalls eine Reithalle zu errichten, um die Wintermonate zur Ausbildung von Pferd und Reiter zu nutzen.

Es ging auf die Initiative des Vorsitzenden Dr. Günter Pieritz zurück, daß 1963 ein Plan für die Errichtung einer Reithalle gefertigt wurde. Als Baukosten wurden für die Halle ohne Stallungen 80.000,00 DM für die Halle einschließlich Stallungen 103.000,00 DM veranschlagt. Das war trotz der zu erwartenden erheblichen Eigenleistungen an Arbeit und an bedeutenden Materialspenden durch die Mitglieder selbst eine ungeheuerliche finanzielle Belastung.
Es lag zu dieser Zeit lediglich eine Zusage für eine finanzielle Beteiligung durch das Landwirtschaftministerium von Rheinland-Pfalz vor.
Alle anderen um Beihilfe angegangenen Stellen wollten einen Finanzierungsplan vorgelegt erhalten, bevor eine Entscheidung über die Beteiligung getroffen werden konnte. Obwohl dies zunächst entmutigend war, betrieben der Verein und insbesondere der erste Vorsitzende Dr. Günter Pieritz nichstdestoweniger das Vorhaben weiter, das gesteckte Ziel doch noch zu erreichen.

Parallel zu diesen Bemühungen fand im Jahre 1963 auf dem Reitplatz Beulskopf der schon lange geplante erste Jugendreitertag statt. Es war für die Jugendlichen eine recht schwierige Aufgabe zu lösen, zumal der Reitunterricht daran krankte, daß nur bei einigermaßen gutem Wetter geritten werden konnte, weil eine Reithalle (immer noch) nicht zur Verfügung stand, um das erforderliche Training durchzuführen.
Gegen 16.45 Uhr konnte man auf einen erfolgreichen und geglückten ersten Reitertag zurückblicken.
Von nun an fanden alljährlich im Herbst vergleichbare Jugendreitertage statt. Im Rahmen des Stadtjubiläums von Altenkirchen (650 Jahre) war das Reitturnier am 23. und 24. Mai 1964 die erste Veranstaltung, die zu einem großartigen Fest und einer Schau der Reiterei wurde.
Zu Gast waren damals die Reitvereine von Gießen, Frankfurt, Köln, Koblenz, Bonn und natürlich die befreundeten Vereine Andernach, Neuwied und Mayen, um nur einige zu nennen. Einer der Höhepunkte bei diesem Fest war eine Quadrille, vorgeführt in den Uniformen der alten Kavallerieregimenter von 1914.
Auch im Übrigen wurde durch alte Kostüme und Uniformen ein buntes Bild vergangener Tage gezeichnet. Die Schaunummer fand dabei besonders bei den älteren Turnierbesuchern großen Beifall. Viele von den Besuchern erinnerten sich beim Anblick der Uniformen an ihre eigene Dienstzeit in einem der berühmten Kavallerieregimenter.
Das in jeder Beziehung erfolgreich verlaufene Turnier hat auch dem Vorhaben des Reitvereins, in Altenkirchen eine Reithalle zu errichten und sich bei der Pflege des Reitsports vom Wetter unabhängig zu machen, weiteren Auftrieb gegeben. Dementsprechend waren kurz danach die Baupläne fertiggestellt.

Der unermüdlichen Tätigkeit des ersten Vorsitzenden Dr. Günter Pieritz ist es schließlich zu verdanken, daß mit 60% Baukostenhilfen 1965 tatsächlich mit der Bau der seit langem geplanten Reithalle begonnen werden konnte.

Von nun an herrschte jeden Samstag Hochbetrieb auf dein ehemaligen Mammelzer Sportplatz. In kurze Zeit konnten die Altenkirchener auch mit einigem Erstaunen zur Kenntnis nehmen, daß die Reithalle im Rohbau fertig gestellt war.
Bereits am Freitag, dem 15. September 1965 konnten die Beteiligten am Bau den Richtbaum auf der Reithalle errichten. In über 2000 Arbeitsstunden wurde von den Mitgliedern im freiwilligen Einsatz der Rohbau der Reithalle vollendet. Bereits am 11. Oktober 1965 konnte für die Jugendlichen ein erster Lehrgang in der Halle absolviert werden.

Am 14. Mai 1966, ein denkwürdiger Tag für den Reitverein, war dann der Termin für die offizielle Übergabe der Reithalle. Die Feier, bei denen zahlreiche Ehrengäste anwesend waren Staatssekretär Dr. Broicher vom Landwirtschaftsministerium, Vizepräsident Rörig von der Bezirksregierung Koblenz, der Bürgermeister der Stadt Altenkirchen, der Vorsitzende des Landesverbandes der Reit und Fahrvereine RheinlandPfalz und viele mehr wurde mit den Waldhornbläsern des Jägerings eröffnet.
Mit der Übergabe der Schlüssel durch den Architekten Lanzendörfer an den Vorsitzenden des Vereins war endlich das Ziel, auch in Altenkirchen eine Reithalle für den Verein nutzen zu können, erreicht. Für seine Bemühungen wurde der erste Vorsitzende Dr. Günter Pieritz im Rahmen dieser Feierstunde mit der Ehrennadel des Sportbundes aus der Hand des Kreissportbeauftragten Heinrich Leis, Betzdorf geehrt. Der Abschluß der Feier bildete dann eine von acht Reitern und Reiterinnen des Reitvereins Altenkirchen vorgestellte Quadrille sowie eine Vorführung der Volsitiergruppe.

Dem Aufbau der Turnierreiterei kam die neue Reitanlage besonders zugute. Während in den fünfziger Jahren die Pferde noch in der Landwirtschaft eingesetzt werden mußten, sollten sie an den ausgeschriebenen Prüfungen teilnehmen, entwickelte sich in den sechziger Jahren der Übergang zum Sportpferd, welches selbstverständlich auch andere Trainingsanforderungen an Reiter, Pferd und Sportstätte stellte. Aufgrund der neuen Trainingsmöglichkeiten in der Reithalle konnten dann bis 1970 zahlreiche Erfolge im Turniersport für den Verein verzeichnet werden.
Hervorzuheben sind dabei insbesondere die reiterlichen Erfolge von Walter Heiden im Bereich der Vielseitigkeitsreiterei durch die Teilnahme an der deutschen Militatymeisterschaft. Karlo Krug, Günter Scheffel, Wolfgang Harsch und Ulrich Winkler beteiligten sich an Landesmeisterschaften; auf Provinz- und Landesebene waren schließlich die aufgestellten Mannschaften des Vereins erfolgreich.
Auf Betreiben des Vorsitzenden Dr. Günter Pieritz erfolgte dann die Erweiterung der Reitanlage durch mehrere Außenplätze, wobei selbstverständlich die Unterstützung der Arbeiten durch viele Vereinsmitglieder in ständigen Arbeitseinsätzen ebenfalls besonders hervorzuheben sind. Mit dieser Erweiterung der Anlage einher ging auch gleichzeitig die beabsichtigte Verlegung des Turnierplatzes vom Weyerdamm zur Reithalle hin.

Die Erweiterung der Anlage um die Turnierplätze erhielt sodann 1974 mit der Erweihung des großen Sportzentrums von Altenkirchen noch besondere Bedeutung. Leider konnte der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Günter Pieritz, die auf seine Initiative zurückgehende Erweiterung des Vereins und die Integration des Vereins in das Sportzentrum der Stadt Altenkirchen im Jahre 1974 nicht mehr miterleben. Er starb am 4. Dezember 1973 im Alter von nur 62 Jahren. Im gleichen Jahr 1973 starb auch das Gründungsmitglied und der Ehrenreitlehrer Friedrich Lichtenthäler. Damit verlor der Reitverein in einem Jahr zwei hervorragende Vereinsmitglieder. Als Nachfolger von Dr. Günter Pieritz wurde in der Generalversammlung Robert Krug nominiert und gewählt, der letztlich die Widmung, der Anlage zur "Dr. Günther Pieritz Reitanlage" veranlaßte, womit der Initiator und geistige Architekt der Anlage nachträglich geehrt worden war.
Seit der Erweiterung der Anlage und ihrer Integration in das Sportzentrum Altenkirchen finden regelmäßige Reitturniere und Reiterfeste auf hohem Niveau in der Kreisstadt statt. Dabei wurde bis 1977 der gesamte Reitbetrieb des Vereins als Übungsleiterunterricht von vielen geprüften Übungsleitern und Reitlehrern durchgeführt. Die mit großem Erfolg im August 1960 begonnene Volgitiertradition wurde fortgesetzt bis in das Jahr 1974 hinein, als die Anlage verpachtet wurde und die Pächter andere Schwerpunkte in der Reiterei setzten.

Diese strukturellen Änderungen gingen einher mit mehreren Neugründungen von Reitvereinen in der Umgebung in den Jahren 1973/1974. Hier sind lediglich die Neugründungen Windeck-Hurst, Wissen, Hachenburg und versuchsweise Horhausen zu nennen, die zu einer erheblichen Abwanderung von Mitgliedern führten, die in den neuen Vereinen teilweise nähere Anfahrtswege, teilweise bessere Beachtung ihrer sportlichen und anderen Belangen sahen.
Die Entwicklung in der Umgebung führte auch zu einem wechselhaften Verlauf der Vereinsgeschichte in den folgenden Jahren. In dieser Zeit des Umbruchs verstarb der Ehrenvorsitzende Walter Jasser. Der Vorsitzende Robert Krug trat sein Amt an Klaus Hassel ab.
Auch kehrten mehrere Ausbilder dem Verein den Rücken. Die Versorgung der Reitanlage litt unter der ständigen Fluktuation der Stallmeister, welches sich letztlich auch negativ auf das gesamte Vereinsleben niederschlug.

Der amtierende Vorstand entschloss sich daher, neue Wege für die Reitausbildung zu suchen und verpachtete die Anlage. Nachdem zuerst diese Lösung erfolgversprechend war und man annahm, den richtigen Weg beschritten zu haben, wurden die Verpächter doch sehr bald enttäuscht, als das Pächterehepaar sich trennte. Der Verein mußte, um die Anlage zurückzugewinnen, zunächst den Rechtsweg bestreiten. Erst aufgrund eines gerichtlichen Urteils konnte der Verein seine Anlage sodann in desolatem Zustand und mit angeschlagenem Renommee im März 1979 wieder übernehmen.
Nach dieser Enttäuschung konnte auf dem Maiturnier FN-Reitlehrer Wilhelm Zegers als neuer Pächter gewonnen werden, der es erreichte, den Verein wieder sportlich aufzubauen, und die negative Hypothek seines Vorgängers zu löschen.

In dieser Zeit wurde zusammen mit dem Vorstand und mehreren freiwilligen Helfern die Erweiterung der Anlage fertiggestellt. So wurde der frühere Vereinsstall durch Einbauen großer Fenster zur Halle und zum Innenhof hin zum Reiterstübchen und Unterrichtsraum umgestaltet, Toilettenanlage und Futtersilos wurden errichtet. Weiter wurden zusätzliche Stallungen gebaut.
Klaus Hassel, der Vorsitzende in dieser turbulenten Zeit wurde 1983 durch den Vorsitzenden Dr. Dr. Ulf Pieritz abgelöst, der als seine erste Amtshandlung die Kündigung des Reitlehres und Pächters Wilhelm Zegers entgegennehmen mußte, da dieser in der Übernahme einer privaten Anlage bessere Möglichkeiten für sein Weiterkommen sah.
Als Nachfolger für Wilhelm Zegers konnte Bernhard Esser als FN-Reitlehrer gewonnen werden.
Allerdings wurde nunmehr der beschrittene Weg insoweit geändert, als die Anlage nicht mehr verpachtet wurde, sondern der Reitlehrer als Angestellter des Vereins arbeitete. Mit Hilfe des gesamten Teams wurde eine umfangreiche Aufbauarbeit geleistet, die schließlich dazu führte, daß im Jahre 1985 das sicherlich erfolgreichste Vereinsjahr in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verzeichnet werden konnte. Der Verein konnte in dem Vereinsmitglied Frank Hilger 1985 den Landesmeister der Springreiter begrüßen. Auch konnte er eine größere Turnierreitgruppe bestehend aus jungen Reitern bis Senioren, zahlreiche Meisterschaften erringen.

Das darauffolgende Jahr 1986 war in der Vereinsgeschichte durch einen Rückschlag gekennzeichnet, von dem sich der Verein erst später erholte. Der Verein richtete im Mai 1986 das inzwischen traditionell gewordene große Maiturnier aus. Gleichzeitig damit verbunden war die Jubiläumsfeier für das 65jährige Bestehen des Vereins. Etwa vier Wochen später, am 28. Juni 1986, um 19.09 Uhr ging dann bei der Polizei in Altenkirchen eine Brandmeldung ein, die sofort an die Feuerwehren weitergeleitet wurden. Als die Feuerwehr Altenkirchen mit insgesamt 30 Mann um 19.17 Uhr am Reitstall eintraf, stand das Stroh und Heulager, welches damals über den Pferdeställen angebracht und eingerichtet war, lichterloh in Flammen.
Am Ende des achtstündigen Einsatzes der Altenkirchener Feuerwehr mußte festgestellt werden, daß der gesamte Stalltrakt ein Opfer der Flammen geworden war. Glücklicherweise konnten alle eingestellten Pferde gerettet werden.
Die eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen haben ergeben, daß der Brand durch Selbstentzündung des Heu und Strohlagers über. den Ställen entstanden war.
Die Folgezeit war mit dem Wiederaufbau und der Erweiterung ausgefüllt. Es wurde der gesamte Stalltrakt insgesamt vergrößert und mit geräumigeren Boxen versehen. Parallel zu diesen Arbeiten wurde der Reitunterricht in der durch den Brand in Mitleidenschaft gezogenen nach Westen und Osten offene Reithalle fortgesetzt.

Zum Turniertermin 1987 waren die neuen Stallungen wie auch die neu angelegte Tribüne fertiggestellt, so daß das Reitturnier 1987 mit insgesamt 287 gemeldeten Pferden mit großem Erfolg abgehalten werden konnte.
Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Dr. Dr. Ulf Pieritz und den weiteren Vorstandsmitgliedern wurde der Verein nach den turbulenten Jahren und dem Brand im Stall 1986 auch in den nachfolgenden Jahren gemeinsam mit dem Reitlehrer Bernd Esser zu sportlichen Erfolgen geführt.

1991 wurde, nachdem Dr. Dr. Ulf Pieritz für den 1. Vorsitzenden nicht mehr kandidierte, in der Generalversammlung Herr Friedhelm Heck als Vorsitzender des Vereins gewählt. Nach zweijähriger Amtszeit mußte Friedhelm Heck aus persönlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen.

Seit 1994 wird der Verein durch ein Vorstandsteam mit fest definierten Zuständigkeiten vertreten. Die erste Maßnahme des so neu konstituierten Vorstandes unter langjährige Führung von Dr. Ulrich Janes, war die in der letzten Zeit vernachlässigte Kreditfähigkeit des Vereins wiederherzustellen.
Durch Abschluß eines Erbbauvertrages mit der Verbandsgemeinde Altenkirchen wurde sichergestellt, daß die auf dem Grundstück der Verbandsgemeinde Altenkirchen stehenden Gebäude, die mit Mitteln des Vereins errichtet wurden, nunmehr tatsächlich in das Eigentum des Vereins überführt wurden und damit als Sicherheit für Kredite zur Verfügung standen. Gleichzeitig wurde durch eine strikte Beschränkung der Ausgaben des Vereins die finanzielle Situation noch weiter verbessert.
Diese sich hieraus ergebende finanzielle Situation erlaubte eine Neugestaltung der Außenanlagen, mit der 1994 begonnen werden konnte. Im darauffolgenden Jahr wurde ein neues Strohlager errichtet und der Stall um zwei weitere Boxen vergrößert. Auch die in den letzten Jahren errungenen zahlreichen Plazierungen und Siege bis zur Klasse S durch die Leistungsträger des Vereins wie auch durch die jugendlichen Reiter zeugen von den anhaltenden sportlichen Erfolgen des Vereins.

1996 Mit nahezu 300 Mitgliedern stellt der Verein auch in seinem 75sten Jahr seines Bestehens einen festen Bestandteil des Altenkirchener sportlichen Lebens dar. Als ältester Reitverein in RheinlandPfalz hat er den Wandel vom Pferd als reines Nutztier bis hin zum sportlichen Kameraden des Menschen in RheinlandPfalz mitgestaltet und mitgeprägt. Der Verein wird seiner traditionsreichen Geschichte entsprechend auch 1996 durch ein großes Jubiläumsturnier den begonnenen Weg fortsetzen.

2011 Inzwischen sind 90 Jahre seit der Gründung des Vereins vergangen, der Wandel der Zeit geht auch am Altenkirchener Reitverein nicht spurlos vorüber; ist die Vielvalt der Vereine gewachsen, so wird es doch immer schwieriger, junge Menschen für das Vereinsleben zu begeistern.
Seit Jahren pendelt der Mitgliederstand nun um die 120 Mitglieder. Eine Zahl, die aus der heutigen Sicht durchaus als positiv zu bewerten ist.

Ungebrochen ist der sportliche Ehrgeiz des Vereins, so werden seit einigen Jahren wieder große Reitturniere mit bis zu 1000 Nennungen(!) und Prüfungen bis zur schweren Klasse auf dem Reitsportgelände in Altenkirchen durchgeführt.
Das 90 jährige Jübiläum des ZRFV-Altenkirchen im Jahr 2011, zeichnete sich vor allem dadurch aus, daß in diesem Jahr 4(!) große überregionale Turniere mit Gästen auch aus den umliegenden Bundesländern, durchgeführt wurden. So gab es gleich im Frühjahr das sgn. Jugendturnier im Sommer gefolgt von einem Spring- und Dressurturnier mit Prüfungen der schweren Klasse und zum Abschluß die Bezirksmeisterschaften des Bezirksverbandes Rhein- Westerwaldkreis.
Hier kann man festhalten, daß der Verein nach wie vor eine ungebrochene überregionale Bedeutung hat.

Seitdem Pferdewirtschaftsmeister Conrad Beck mit seiner Familie die Reitanlage gepachtet hat (2009) und die Geschicke des Vereins in enger Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern Inge Enneccerus, Heike Janes und Anderen führt, wird nach und nach der über die Jahre entstandene Wartungsstau abgebaut. So bekam die Führanlage einen neuen Belag, der Innenhof eine neue Teerdecke, die gesammte Elektrik der Reithalle und Stallungen wurde erneuert, sowie die Türen der Außenboxen. Der Mistplatz wurde komplett saniert und der Umwelt zuliebe überdacht.

2015 Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, hat es Pferdewirtschaftsmeister Conrad Beck mit seinem Vorstandsteam, sowie vielen fleißigen Vereinsmitgliedern geschafft, den Grand Prix Sport in der Dressur auf der Vereinsanlage zu organisieren und mit großem Erfolg durchzuführen. Der Vorstand ist fest entschlossen, das alljährliche Dressurturnier weiterhin mit Prüfungen im S *** Bereich auszuschreiben.

2017Die Beleuchtung der Reitanlage wurde komplett auf LED-Technk umgestellt. In der Reithalle wurde eine Computergesteuerte Beregnungsanlage installiert und alle Reitböden, in den Hallen sowie auf den Aussenplätzen, wurden neu geebnet (Planum erneuert).

Fortsetzung folgt...

 

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